Call for Papers – Perspektiven der Rassismusforschung

4. März 2026 3 Min. Lesezeit

Die Rektorin der Universität Bielefeld, Prof. Dr. Angelika Epple, hat klar Stellung bezogen: Die Universität ist Teil der Stadtgesellschaft und muss eine Stimme gegen bedenkliche Strömungen in der Gegenwart sein. Zu den Aktionswochen gegen Rassismus (1. März – 30. April 2026) lädt sie daher alle Universitätsangehörigen zur aktiven Beteiligung ein. Als Bielefeld University Press (BiUP) möchten wir unseren Beitrag leisten: nicht nur während der Aktionswochen, sondern strukturell und dauerhaft.

Wie notwendig eine solche langfristige Perspektive ist, zeigt auch die kürzlich veröffentlichte Bestandsaufnahme des Wissensnetzwerks Rassismusforschung (WinRa) „Zwischen Prekarität und Institutionalisierung“ (Bericht als PDF, Direktdownload: https://www.winra.org/fileadmin/user_upload/pdf/WinRa_251127_WebPdf.pdf): Trotz wachsender inhaltlicher Breite fehlt es der Rassismusforschung in Deutschland weiterhin an nachhaltiger institutioneller Verankerung, stabiler Förderung und struktureller Sichtbarkeit. In vielen Feldern bestehen erhebliche Forschungslücken, empirische Grundlagen sind oft brüchig oder kaum vorhanden.

Als Universitätsverlag möchten wir aktiv dazu beitragen, diese Situation zu verändern. Wir laden Forschende aller Disziplinen herzlich ein, Micro Monographs einzureichen, die bislang wenig beachtete Themen in der Rassismusforschung sichtbar machen.

#Call for Papers

Willkommen sind Einreichungen aus allen Bereichen der Rassismusforschung. Besonders begrüßt werden Arbeiten, die neue Forschungsräume öffnen oder bestehende Leerstellen adressieren, insbesondere:

Das Format: Micro Monograph

Mit dem Micro Monograph bietet BiUP ein Format, das zeitgemäßes wissenschaftliches Publizieren ermöglicht: fokussiert, schnell, maximal zugänglich (und hier auch dialogisch).

Publikationsmerkmale

  • 30–80 Seiten: Nicht zu kurz für ein Argument, nicht zu lang für eine Idee, die jetzt gebraucht wird

  • Alle Micro Monographs durchlaufen ein qualitätsgesichertes Peer-Review-Verfahren. Je nach Thema und Wunsch der Autor:innen arbeiten wir mit single-blind oder offenem Peer Review

  • Open Access: frei lesbar für Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft – ohne Zugangsschranken

  • Schnell publiziert, weil gesellschaftlich relevante Forschung nicht warten kann

  • Mehr als Text: Daten, Material und Medien können direkt eingebunden werden

  • Ihr Text bekommt Resonanz – Kommentare ausgewiesener Expert:innen machen Forschung zum Gespräch

Einreichung und Ablauf

Wir bitten um die Einreichung eines Exposés im Umfang von 2–4 Seiten. Einreichungen sind fortlaufend möglich – auf Deutsch oder Englisch – und sollen folgende Elemente umfassen:

  1. Titel und Abstract

  2. Fragestellung und Relevanz

  3. Aufbau und Umfang

  4. Methodik bzw. theoretischer Rahmen

  5. Zeitplan

Kontakt und Einreichung

Sabrina Diab-Helmer
(Verlagsdirektorin)
biup_communication@uni-bielefeld.de

Wir freuen uns auf Projekte, die das Feld voranbringen, Leerstellen schließen und neue Perspektiven eröffnen. Alle von BiUP zur Veröffentlichung angenommenen Manuskripte erhalten ein hochkarätiges Lektorat und eine aktive Sichtbarkeitskampagne inklusive.