Call for Papers – Perspektiven der Rassismusforschung
Die Rektorin der Universität Bielefeld, Prof. Dr. Angelika Epple, hat klar Stellung bezogen: Die Universität ist Teil der Stadtgesellschaft und muss eine Stimme gegen bedenkliche Strömungen in der Gegenwart sein. Zu den Aktionswochen gegen Rassismus (1. März – 30. April 2026) lädt sie daher alle Universitätsangehörigen zur aktiven Beteiligung ein. Als Bielefeld University Press (BiUP) möchten wir unseren Beitrag leisten: nicht nur während der Aktionswochen, sondern strukturell und dauerhaft.
Wie notwendig eine solche langfristige Perspektive ist, zeigt auch die kürzlich veröffentlichte Bestandsaufnahme des Wissensnetzwerks Rassismusforschung (WinRa) „Zwischen Prekarität und Institutionalisierung“ (Bericht als PDF, Direktdownload: https://www.winra.org/fileadmin/user_upload/pdf/WinRa_251127_WebPdf.pdf): Trotz wachsender inhaltlicher Breite fehlt es der Rassismusforschung in Deutschland weiterhin an nachhaltiger institutioneller Verankerung, stabiler Förderung und struktureller Sichtbarkeit. In vielen Feldern bestehen erhebliche Forschungslücken, empirische Grundlagen sind oft brüchig oder kaum vorhanden.
Als Universitätsverlag möchten wir aktiv dazu beitragen, diese Situation zu verändern. Wir laden Forschende aller Disziplinen herzlich ein, Micro Monographs einzureichen, die bislang wenig beachtete Themen in der Rassismusforschung sichtbar machen.
#Call for Papers
Willkommen sind Einreichungen aus allen Bereichen der Rassismusforschung. Besonders begrüßt werden Arbeiten, die neue Forschungsräume öffnen oder bestehende Leerstellen adressieren, insbesondere:
empirische Kurzstudien (qualitativ & quantitativ)
theoretische und begriffliche Weiterentwicklungen
interdisziplinäre Zugänge
Analysen zu institutionellem, strukturellem, historischem oder Alltagsrassismus
methodologische Beiträge
Forschung zu Datenpraktiken, digitaler Diskriminierung und KI
Perspektiven marginalisierter Communities
Felder, in denen WinRa deutliche Forschungslücken identifiziert hat (Siehe dazu auch: https://www.winra.org/en/aktuelles/neuer-winra-bericht-bestandsaufnahme-zur-situation-der-rassismusforschung-in-deutschland-2015-2025)
Das Format: Micro Monograph
Mit dem Micro Monograph bietet BiUP ein Format, das zeitgemäßes wissenschaftliches Publizieren ermöglicht: fokussiert, schnell, maximal zugänglich (und hier auch dialogisch).
Publikationsmerkmale
30–80 Seiten: Nicht zu kurz für ein Argument, nicht zu lang für eine Idee, die jetzt gebraucht wird
Alle Micro Monographs durchlaufen ein qualitätsgesichertes Peer-Review-Verfahren. Je nach Thema und Wunsch der Autor:innen arbeiten wir mit single-blind oder offenem Peer Review
Open Access: frei lesbar für Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft – ohne Zugangsschranken
Schnell publiziert, weil gesellschaftlich relevante Forschung nicht warten kann
Mehr als Text: Daten, Material und Medien können direkt eingebunden werden
Ihr Text bekommt Resonanz – Kommentare ausgewiesener Expert:innen machen Forschung zum Gespräch
Einreichung und Ablauf
Wir bitten um die Einreichung eines Exposés im Umfang von 2–4 Seiten. Einreichungen sind fortlaufend möglich – auf Deutsch oder Englisch – und sollen folgende Elemente umfassen:
Titel und Abstract
Fragestellung und Relevanz
Aufbau und Umfang
Methodik bzw. theoretischer Rahmen
Zeitplan
Kontakt und Einreichung
Sabrina Diab-Helmer
(Verlagsdirektorin)
biup_communication@uni-bielefeld.de
Wir freuen uns auf Projekte, die das Feld voranbringen, Leerstellen schließen und neue Perspektiven eröffnen. Alle von BiUP zur Veröffentlichung angenommenen Manuskripte erhalten ein hochkarätiges Lektorat und eine aktive Sichtbarkeitskampagne inklusive.